Namen und Nachrichten
Kurznachrichten aus dem VNW-Verbandsgebiet
Lübeck
Neubau „Wohnen am Geniner Ufer“
Der Lübecker Bauverein hat vor wenigen Wochen das ca. 3.300 m² große Grundstück erworben und baut hier 74 Wohnungen, davon werden 70 Einheiten öffentlich gefördert. Ein geplanter Gemeinschaftsraum soll als Treffpunkt für die Mieterinnen und Mieter dienen – ideal für Veranstaltungen und nachbarschaftliche Aktivitäten. Zudem wird ein Servicebüro als Anlaufstelle in das Quartier integriert. Die Genossenschaft investiert hier ca. 25,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2028 geplant. Im neuen Wohngebiet „Geniner Ufer“ entstehen Wohngebäude in attraktiver Wasserlage, ergänzt durch eine Schule, eine Kita und gemeinschaftlich nutzbare Flächen. Hochwertig gestaltete Grün- und Aufenthaltsbereiche fördern künftig Begegnung und Nachbarschaft.
Hamburg
Viele geförderte Wohnungen - weniger Neubau
In Hamburg ist die Zahl der Bewilligungen zum Bau geförderter Mietwohnungen im vergangenen Jahr gesunken. Dennoch wurden 2025 durch staatliche Förderung insgesamt für so viele Wohnungen Mietpreis- und Belegungsbindungen erreicht wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr, sagte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) bei der Vorlage der Wohnraumförderungsbilanz.
Demnach wurden 2.742 neue geförderte Wohnungen bewilligt. Das waren 350 oder knapp zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 1.669 Wohnungen handelt es sich um klassische Sozialwohnungen im ersten Förderweg mit einer Kaltmiete von 7,25 Euro pro Quadratmeter. Davon sind 422 für vordringlich Wohnungssuchende vorgesehen.
579 Wohnungen wurden im zweiten Förderweg auch für mittlere Einkommen bewilligt - mit einer Miete von 9,35 Euro. Für 494 weitere im dritten Förderweg bewilligte Wohnungen müssen künftig 12,25 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden.
Die Zahl der durch geförderte Modernisierungen von Bestandswohnungen erfolgten Mietpreis- oder Belegungsbindungen nahm 2025 um knapp 1.000 auf 1.625 zu. Zudem wurden den Angaben zufolge 2.002 Sozialwohnungen durch eine Bindungsverlängerung oder den Ankauf von Belegungsbindungen im Bestand gehalten - knapp 200 mehr als 2024.
Schwerin
Land hebt Förderung für Neubau von Sozialwohnungen an
Angesichts gestiegener Bau- und Finanzierungskosten erhöht das Land Mecklenburg Vorpommern die Förderung für den Neubau und die Modernisierung bezahlbaren Wohnraums. Die entsprechende Förderrichtlinie erlaube eine Anpassung der maximal möglichen Förderhöchstbeträge je gebauten Quadratmeter alle zwei Jahre, erklärte Landesbauminister Christian Pegel (SPD). «Um sicherzustellen, dass die soziale Wohnraumförderung des Landes die Kosten auch in einem veränderten Marktumfeld angemessen berücksichtigt.»
Die Förderung des Landes für den Neubau und die Modernisierung bezahlbaren Wohnraums erfolgt in Form zinsloser Darlehen, die mit einem Tilgungsnachlass, der wie ein Zuschuss wirkt, kombiniert werden. Künftig könne etwa der Neubau von Sozialwohnungen mit einem zinslosen Baudarlehen von bis zu 3.800 Euro je Quadratmeter unterstützt werden, in den Städten Rostock und Greifswald mit ihren angespannten Mietmärkten sogar mit bis zu 3.990 Euro. Zuvor waren es früheren Angaben zufolge 3.570 beziehungsweise 3.750 Euro.
Berlin
Großstadt-Mieten binnen zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen
Trotz Mietpreisbremse müssen Wohnungssuchende in Großstädten heute im Schnitt 43 Prozent mehr zahlen als vor zehn Jahren. In Berlin sind es sogar 69 Prozent mehr - der höchste Zuwachs bundesweit. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor.
Das Bauministerium bezieht sich dabei auf Angebotsmieten ohne Nebenkosten von im Internet inserierten Wohnungen in 14 Großstädten. Demnach stieg die geforderte Kaltmiete in Berlin von 9,02 Euro je Quadratmeter im Jahr 2016 auf 15,25 1Euro im vergangenen Jahr. Bei den Steigerungsraten lag Leipzig mit 67 Prozent auf Platz zwei, danach kamen Bremen und Duisburg mit jeweils 46 Prozent plus, Essen und Düsseldorf mit 43 und Hamburg mit 42 Prozent.
Das Ministerium weist darauf hin, dass neue Vermietungen über andere Wege als Internetinserate womöglich günstiger sind, so etwa über Wartelisten bei Wohnungsbauunternehmen oder direkte Vermittlung. «Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen», heißt es in der Antwort.
Berlin
Upgrade für Baugesetzbuch auf dem Weg
Das Bauministerium hat eine Reform des Baugesetzbuches auf den Weg gebracht, die für mehr Wohnungsbau in Städten und Gemeinden sorgen soll. «Unser Ziel ist nicht nur, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern auch lebendige, nachhaltige und vielfältige Gemeinschaften zu fördern», erklärte Bauministerin Verena Hubertz (SPD). «Das Baugesetzbuch-Upgrade gibt Rückenwind für die kommunale Planung und wird ein Instrumentenkoffer für Klimaanpassungen, beschleunigtes Bauen und mehr Wohnraum.»
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie in den Kommunen zusätzlicher Wohnraum entstehen kann - zum Beispiel durch Nachverdichtung, ohne Lebensqualität und Umwelt zu beeinträchtigen. Kommunen sollen dafür in angespannten Märkten ein «überragendes öffentliches Interesse» für Wohnungsbau aktivieren können. Dann würde dem Wohnungsbau bei Konflikten Vorrang zum Beispiel vor Denkmalschutz oder Naturschutz eingeräumt.
Außerdem sollen Kommunen durch Vorkaufsrechte Schrottimmobilien erwerben können, die dem Stadtbild und dem Wohnungsmarkt schaden. Für Umweltprüfungen sollen geringere Anforderungen gelten.
Hamburg
Adler Group übergibt Holsten-Areal
Das seit zehn Jahren mehrfach weiterverkaufte Areal der früheren Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona kann jetzt bebaut werden. Die Adler Group als bisherige Eigentümerin habe das Quartier an das Käuferkonsortium aus den Unternehmen Quantum und Hanse Merkur sowie dem kommunalen Wohnungsunternehmen Saga und der Hamburger Sparkasse übergeben, teilte das Unternehmen mit.
Zum Kaufpreis sagte das Unternehmen nichts. Das Konsortium möchte nun rund eine Milliarde Euro in das Areal investieren und dort rund 2.000 Wohnungen bauen. Dabei sollen auch Teile der historischen Bausubstanz erhalten und in das neue Viertel integriert werden. Etwa 50 Prozent der geplanten Wohneinheiten sollen entweder Sozialwohnungen werden oder für Studierenden- und Auszubildendenwohnungen zur Verfügung stehen, hieß es.
EBZ Business School
Infoveranstaltung „Duales Studium“
Das duale Studium gewinnt in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an Bedeutung, wenn es darum geht, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen und zu fördern. Im Oktober 2026 startet der Bachelor Real Estate dual an der EBZ Business School in Hamburg. Als Praxispartner haben Unternehmen die Möglichkeit, Studenten von Beginn an in ihre Arbeitsprozesse einzubinden und Theorie und Praxis miteinander zu verzahnen. Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden.
