Gemeinschaftliches Wohnen durch Begegnungsorte

Hamburg. Die Wohnungsgenossenschaft Gartenstadt Hamburg eG schafft auf rund 3,6 Hektar im Stadtteil Farmsen-Berne bezahlbaren Wohnraum für ihre Mitglieder. Seit 2023 beschäftigt sich die Genossenschaft intensiv mit der Weiterentwicklung der Fläche. Abhängig vom Bebauungsplanverfahren rechnet Florian Kopitzki, Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft, frühestens 2029 mit dem Spatenstich.

In der Vorbereitung waren verschiedene Beteiligungsformate und Workshops durchgeführt worden. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedern haben wir wichtige Rahmenbedingungen für das Verfahren geschaffen und festgelegt. So haben wir die künftigen Bedarfe und Anforderungen an das Wohnen als wesentliches Grundgerüst in der Aufgabenstellung verankert“, so Kopitzki.

Ziel war es, ein Quartier zu entwickeln, das gemeinschaftliches und lebendiges Wohnen im Grünen ermöglicht. Dabei sollten verschiedene Wohnformen für unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden, wobei nachhaltige und zukunftsfähige städtebauliche und freiraumplanerische Strukturen in einem wirtschaftlichen Rahmen vereint werden sollten.

Lageplan

Der städtebauliche Entwurf eines nachhaltigen und von Grünstrukturen geprägten Quartiers mit rund 380 Wohneinheiten setzt auf eine offene Bebauung. Durch die Anordnung der Baukörper an den Baufeldrändern sollen großzügige grüne Höfe mit gemeinschaftlichen Begegnungsorten entstehen, welche die neue Mitte des Quartiers für das künftige genossenschaftliche Leben bilden sollen. Berücksichtigt wurden dabei laut Gartenstadt Hamburg erhaltenswerte Bestandsbäume, dazu sollen weitere Bäume gepflanzt werden.

Das Quartier wird stufenweise in Bauabschnitten entwickelt, um eine fortlaufende Realisierung im Einklang mit den teilweise noch bewohnten Bestandsgebäuden zu ermöglichen, heißt es. Die betroffenen Mitglieder haben laut Genossenschaft eine Zusage auf lebenslanges Wohnrecht erhalten.

Aktuell werde der Entwurf gemeinsam mit dem Architektenbüro EMI Architekt*innen AG (Zürich) weiterentwickelt, insbesondere hinsichtlich möglicher Maßnahmen zur Baukostenreduzierung und dem Hamburg-Standard.

Gemeinschaftliches Wohnen Berne_Credit EMI
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