Namen und Nachrichten

Kurznachrichten aus dem VNW-Verbandsgebiet

Hamburg

Veränderungen im Vorstand der SAGA Unternehmensgruppe

Der Aufsichtsrat der städtischen SAGA hat beschlossen, den Vorstand des Unternehmens von zwei auf künftig drei Mitglieder zu erweitern. Die Umstrukturierung erfolgt parallel zum Austritt des langjährigen Vorstandssprechers Dr. Thomas Krebs im Juli 2027. Mit der Erweiterung stelle sich das Unternehmen für die wachsenden Anforderungen an die Erweiterung ihres Portfolios sowie die Transformation zu einem klimaneutralen Bestand auf, heißt es in der Mitteilung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Künftig soll sich der Vorstand in drei Ressorts gliedern: Snezana Michaelis verantwortet weiterhin das operative Geschäft und übernimmt ab Sommer die Sprecherfunktion. Hinzu kommen ein Vorstand für Finanzen sowie ein Vorstand für Unternehmensentwicklung. Das Stellenbesetzungsverfahren der beiden neuen Positionen beginne in Kürze. Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen sowie Vorsitzende des SAGA-Aufsichtsrats dankte Dr. Krebs. Er habe die SAGA „über viele Jahre mit größtem Engagement und kaufmännischer Umsicht geführt und hinterlässt ein wirtschaftlich hervorragend aufgestelltes Unternehmen“.

Hamburg/Bochum

Prof. Dr. Michael Becken übernimmt Professur an der EBZ Business School

Die EBZ Business School (FH) hat einen der profiliertesten Immobilienökonomen Norddeutschlands für ihren Hochschulstandort Hamburg gewonnen: Prof. Dr. Michael Becken MdHB übernimmt die Professur für Immobilienökonomie mit dem Schwerpunkt Asset Management von Immobilienportfolios. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Wissenschaft, Unternehmenspraxis und Politik gestaltet er die Ausbildung angehender Fach- und Führungskräfte der Immobilienwirtschaft künftig maßgeblich mit.

Berlin

Mieterbund sieht eine sich verfestigende Wohnungskrise

Jeder zweite Mieter in Deutschland befürchtet, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) in seinem aktuellen "Mietenreport 2026" hin. Eine vom Mieterbund in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeigt zudem, dass sich 29 Prozent der Mieterinnen und Mieter Sorgen machen, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten berichteten, ihre Wohnkosten - Miete beziehungsweise Nebenkosten - seien in den zurückliegenden zwölf Monaten gestiegen.

Wiesbaden

Baupreise steigen überdurchschnittlich

Das Bauen in Deutschland ist erneut deutlich teurer geworden. Im August lagen die Preise für den Neubau herkömmlicher Wohngebäude 5,5 Prozent über dem Niveau aus dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine schnellere Preissteigerung hatte es zuletzt vor drei Jahren gegeben. Innerhalb des beobachteten Dreimonatszeitraums kletterten die Preise um 1 Prozent. Vor allem die Preise für Dacharbeiten legten innerhalb eines Jahres um 7,6 Prozent zu. Auch Zimmer- und Holzbauarbeiten wurden 7,2 Prozent teurer. Beim Innenausbau treiben Elektro- und Heizanlagen die Preise. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden sind 6 Prozent teurer als im August 2025. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Entwicklung der Verbraucherpreise lag bei 2,9 Prozent.

Berlin

Gewaltopfer sollen leichter ausziehen können

Opfer häuslicher Gewalt sollen sich nach dem Willen von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig leichter aus gemeinsamen Mietverträgen mit ihren Peinigern lösen können. Details hat ihr Ministerium nun öffentlich gemacht. Bislang können Menschen, die gemeinsam eine Wohnung gemietet haben, den Vertrag auch nur gemeinsam ändern oder beenden. Wenn ein Beteiligter vorzeitig aussteigen will, braucht er oder sie die Mitwirkung des oder der anderen. Mit der Reform soll sich das ändern. Dabei soll die Art der Beziehung zwischen Täter und Opfer keine Rolle spielen. Voraussetzung ist entweder eine Gewalttat oder die Drohung damit. Das Opfer soll den neuen Anspruch auf Mitwirkung des Täters sechs Monate nach der Gewalttat oder der Drohung geltend machen können. Außerdem sollen die Opfer - das sind ganz überwiegend Frauen - vom Täter verlangen können, dass dieser grundsätzlich für Miete und Nebenkosten aufkommt, die nach dem Auszug der Betroffenen in der vorher gemeinsamen Wohnung entstehen.

Eschborn

Studie: Viele Mehrfamilienhäuser sind bereit für Wärmepumpen

Ein Großteil der Mehrfamilienhäuser in Deutschland ist laut einer Studie technisch für den Einsatz von Niedertemperatur-Heizungen wie etwa Wärmepumpen geeignet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Gebäudedienstleisters Techem aus Eschborn, der dafür die Wärmedaten von 1,1 Millionen Wohnungen ausgewertet hat. Demnach eignen sich rund 40 Prozent des Mehrfamilienhausbestands bereits ohne Heizkörpertausch für Niedertemperatursysteme wie Wärmepumpen oder Niedertemperatur-Wärmenetze. "Mit einem Heizkörpertausch steigt dieser Anteil auf rund 80 Prozent", erklärte ein Sprecher. Würden zusätzlich Niedertemperaturheizkörper mit Gebläse eingesetzt, liege die Eignung sogar bei rund 90 Prozent.

Berlin

Umwelthilfe klagt gegen Heizungsgesetz

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Verfassungsbeschwerde gegen das neue Heizungsgesetz eingereicht. Man gehe dabei gemeinsam mit mehreren Mieterinnen und Mietern vor, teilte die Umweltorganisation in Berlin mit. Das im Juli vom Bundestag beschlossene Gesetz verstoße gegen die im Grundgesetz festgelegte Verpflichtung zum Klimaschutz und der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, argumentiert die Umwelthilfe. "Wer heute noch neue Öl- und Gasheizungen ermöglicht, fesselt Menschen für Jahrzehnte an fossile Energien und unkalkulierbare Kosten", erklärte Umwelthilfe-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. "Und Mieterinnen und Mieter zahlen am Ende die Rechnung für eine Heizungsentscheidung, die sie selbst gar nicht treffen können."

Berlin

Jede und jeder Dritte findet eigene Miete zu hoch

Rund jede und jeder Dritte mit einer Mietwohnung in einer deutschen Großstadt hält die eigene Miete für zu hoch. 64 Prozent halten die Miete für die eigene Wohnung dagegen für angemessen, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zeigt. Die Werte von Ost und West unterscheiden sich dabei kaum. Deutliche Unterschiede zeigen aber sich zwischen den Altersgruppen: Halten von den über 60-jährigen Mieterinnen und Mietern nur 17 Prozent ihre Miete für zu hoch, sind es bei den 30- bis 44-Jährigen 38 und bei den unter 30-Jährigen 44 Prozent. Insgesamt sind es 32 Prozent. Die Befragten wurden auch gefragt, für wie wirkungsvoll sie bestimmte Eingriffe gegen Mietsteigerungen in Großstädten halten. Die Top-Antworten waren schärfere Strafen gegen Vermieter bei sogenannten Wuchermieten (89 %), eine Verschärfung der Mietpreisbremse (75 %) und eine Begrenzung von Mieterhöhungen (67 Prozent).

Namen und Nachrichten aus der Wohnungswirtschaft