Namen und Nachrichten
Kurznachrichten aus dem VNW-Gebiet
Schwerin
Schweriner Landesregierung ändert Landesbauordnung
Das Bauen soll auch in Mecklenburg-Vorpommern einfacher und schneller werden - dazu hat die Landesregierung Änderungen an der Landesbauordnung beschlossen. Unter anderem sollen die Anforderungen an Raumhöhe, Brandschutz, Abstandsflächen und Barrierefreiheit sowie zum Einbau von Aufzügen vereinfacht werden, sagt der zuständige Innenminister Christian Pegel (SPD). So soll vor allem das Bauen in bereits bestehenden Gebäuden unkomplizierter werden und mehr Wohnraum entstehen. Neue Wohnräume in bestehenden Gebäuden müssen nicht mehr wie bisher mindestens 2,40 Meter hoch sein, sondern nur 2,30 Meter. Zudem können Neubauten künftig näher an die Grundstücksgrenze heranrücken. Wird ein Haus für mehr Wohnraum aufgestockt, sollen unter Umständen keine schärferen Brandschutzvorschriften als zuvor gelten. Für kleine Geschäfte im Erdgeschoss soll künftig ein Fluchtweg genügen statt bisher zwei.
Hamburg
Denkmal mit Zukunft
Nach zehn Jahren Bauzeit hat die Altonaer Spar- und Bauverein eG die Modernisierung und Fassadensanierung der denkmalgeschützten Wohnanlage Reichardtblock erfolgreich abgeschlossen. In acht Bauabschnitten ertüchtigte die Genossenschaft ein Backsteindenkmal für die Zukunft und nutzte die Chance, ohne Versiegelung neuen Wohnraum zu schaffen. Die vier Baublöcke des Reichardtblocks mit ursprünglich 400 Wohnungen waren Anfang der 1930er-Jahre fertiggestellt worden – als erste Wohnhäuser des Altonaer Spar- und Bauvereins im Stil der neuen Sachlichkeit. Seit 2016 hat die altoba umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und durch den Ausbau von Dachgeschossen 46 zusätzliche Wohnungen geschaffen. Während der Strangsanierung in ihrer Wohnung mussten die Mitglieder jeweils mehrere Wochen aus ihren Wohnungen ausziehen. Die altoba stellte Ausweichwohnungen zur Verfügung.
Flensburg
„Wir investieren in Lebensqualität”
Der Selbsthilfebauverein Flensburg hat Richtfest im Schwarzen Weg gefeiert. Die 66 Wohnungen werden zu 100 Prozent gefördert. „So geht ‚Wohnungsbau-Turbo‘ beim SBV“, sagte der SBV-Vorstandsvorsitzende Jürgen Möller. „Mit dem Neubau, in den der SBV etwa 15 Millionen Euro investiert, schaffen wir nicht nur mehr, sondern auch zeitgemäß ausgestattete und bezahlbare Wohnungen." Vor dem Abriss standen auf dem Areal nicht mehr sanierungsfähige Gebäude mit 37 Wohneinheiten. Die lockere Bebauung des Areals mit seinen großzügigen Grünflächen und die Fassaden aus rot-geflammtem Verbundstein würden das gesamte Quartier optisch aufwerten und die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen, sagt SBV-Vorstand Michael Ebsen. Der SBV plant, bis zum Jahr 2034 mehr als 380 Millionen Euro zu investieren. Schwerpunkte sind die Sanierung, Modernisierung und Instandhaltung von Wohngebäuden.
Hamburg
66 öffentlich geförderte Wohnungen statt Hochbunker
Das Unternehmen Richard Ditting GmbH & Co. KG wird für die SAGA an der Behringstraße in Hamburg-Ottensen 66 öffentlich geförderte Wohnungen errichten. Ein auf dem Grundstück befindliches SAGA-Wohngebäude aus den 1950er-Jahren mit 14 Wohnungen sowie der damit statisch verwobene und baufällige Weltkriegsbunker müssen dafür zuvor abgebrochen werden. Die Abbrucharbeiten werden bis voraussichtlich kommenden Sommer andauern. Im Anschluss erfolgt bis voraussichtlich Anfang 2029 der Neubau. Die anfängliche Nettokaltmiete wird bei 7,25 Euro je Quadratmeter liegen. Das Mehrfamilienhaus wird als Effizienzhaus 55 und mit sieben Vollgeschossen errichtet. Die Energieversorgung erfolgt über Fernwärme. Alle Wohnungen werden per Aufzug erreichbar sein und erhalten einen Balkon, eine Loggia oder eine Dachterrasse. Im Kellergeschoss wird eine Tiefgarage mit 22 Stellplätzen errichtet. Hinzu kommen 148 Fahrradstellplätze. Mit Wohnungsgrößen zwischen rund 60 und 90 Quadratmetern ist der Neubau sowohl für Singles, Paare als auch Familien geeignet.
Lübeck
Erster Spatenstich für Wohnquartier „Franzhörn“
Der Lübecker Bauverein hat mit dem ersten Spatenstich den Neubau von 42 modernen Genossenschaftswohnungen im neuen Wohnquartier „Franzhörn“ im Hans-Kohlmorgen-Ring in Stockelsdorf gestartet. Knapp 70 Prozent der Wohnungen werden mit öffentlichen Fördermitteln des Landes Schleswig-Holstein finanziert. Symbolisch nahmen die Bauvereins-Vorstände Christine Koretzky und Stefan Probst, Bürgermeisterin Julia Samtleben, Andreas Breitner (VNW) und Architekt Norbert Heske den ersten Spatenstich vor. Bereits in 2020 wurden erste Gespräche mit der Gemeinde Stockelsdorf geführt, im Februar 2024 erwarb der Bauverein das knapp 5.000 Quadratmeter große Grundstück. Gemeinsam mit der Gemeinde wurden städtebauliche Rahmenbedingungen vertraglich festgelegt – unter anderem der Anschluss an das Nahwärmenetz, Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern und ein Car-Sharing-Angebot. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 12,9 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Projektes ist für Ende 2027 geplant.
Hamburg
Hamburger Senat verlängert Mietpreisbremse bis Ende 2029
Der rot-grüne Hamburger Senat hat die in der Hansestadt gültige Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert. „Die Mietpreisbremse hat sich als wirksames Instrument erwiesen, um die Hamburger Mieterinnen und Mieter bei der Neuvermietung einer Wohnung vor einem zu starken Mietenanstieg zu bewahren, solange der Wohnungsmarkt derart angespannt ist”, sagte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD). Die neue Mietpreisbegrenzungsverordnung gilt ab 1. Januar 2026 weiter flächendeckend in ganz Hamburg. Sie schließt damit direkt an die geltende Verordnung an. Die Mieten sind im Fall einer Neuvermietung im Regelfall auf zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.
Bochum
Premiere der EBZ PropTech Days 2025
Zum ersten Mal fanden am 29. und 30. Oktober auf dem Campus des EBZ Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Bochum die EBZ PropTech Days statt. Unter dem Motto „Best Practices, die verbinden“ präsentierten Start-ups, PropTechs und etablierte Unternehmen konkrete, bereits erprobte digitale Lösungen für zentrale Herausforderungen der Branche. Von smarter Gebäudetechnik über digitale Bauprozesse bis hin zu KI-gestützter Immobilienbewirtschaftung bot die Veranstaltung eine praxisnahe Plattform für Innovation, Austausch und Zukunftsgestaltung. „PropTechs sind ein wichtiger Innovationstreiber für die Wohnungswirtschaft, gerade weil viele Unternehmen selbst keine großen Forschungs- und Entwicklungsbudgets haben”, sagt EBZ-Vorstandsvorsitzender Klaus Leuchtmann. „Wenn beide Seiten offen zusammenarbeiten, entsteht genau dort Zukunft: an der Schnittstelle von Praxis, Bildung und Technologie.”
