In Mecklenburg-Vorpommern lebt es sich sehr günstig

Das Leben in Mecklenburg-Vorpommern ist insgesamt deutlich günstiger als in Metropolen wie Hamburg. Doch auch im Nordosten gibt es deutliche Unterschiede je nach Stadt oder Kreis. Ausschlaggebend sind dafür hauptsächlich die Wohnkosten.

Vor allem Rostock sticht als vergleichsweise teures Pflaster hervor. Zwar ist das Leben in der mit Abstand größten Stadt des Landes im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 0,4 Prozent günstiger, verglichen mit der günstigsten Gegend, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, aber rund 7,2 Prozent teurer. 

Rechnet man das Wohnen heraus, ist der Unterschied zwischen teurer und günstiger mit einer Spanne von gut einem Prozent fast nicht mehr vorhanden. Das liegt daran, dass es in vielen Bereichen der Lebenshaltungskosten keine oder nur geringe regionale Unterschiede gibt. Die Bestellung im Internet, Lebensmittel vom Discounter, Kleidung bei Modeketten oder die Eigenmarken der Supermärkte nennt er als Beispiele.

Im Gegenzug fällt die Spreizung bei den Wohnkosten erheblich höher aus. Im Vergleich zur Mecklenburgischen Seenplatte und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, den laut Studiendaten mit Abstand günstigsten Wohngegenden im Nordosten, liegen sie in Rostock (26 Prozent) deutlich höher. Die übrigen Landkreise (8,7 bis 11 Prozent mehr) wie auch die Landeshauptstadt Schwerin (11,5 Prozent mehr) liegen in etwa gleichauf im Mittelfeld.


In Schleswig-Holstein gibt es deutliche Unterschiede in den Regionen

Das Leben in Schleswig-Holstein ist insgesamt deutlich günstiger als in Metropolen wie Hamburg oder gar München. Doch auch im Norden gibt es deutliche Unterschiede je nach Stadt oder Kreis. Ausschlaggebend sind dafür vor allem die Wohnkosten.

Vergleichsweise am teuersten ist es demnach in den Kreisen Stormarn und Pinneberg: 4,3 beziehungsweise 4,0 Prozent teurer ist das Leben dort im Vergleich zum bundesweiten Schnitt – und sogar 9,8 beziehungsweise 9,5 Prozent über der günstigsten Region Dithmarschen. Rechnet man das Wohnen heraus, ist der Unterschied zwischen teurer und günstiger mit einer Spanne von zwei Prozent fast nicht mehr vorhanden.

Das liegt daran, dass es in vielen Bereichen der Lebenshaltungskosten keine oder nur geringe regionale Unterschiede gibt. Im Gegenzug fällt die Spreizung bei den Wohnkosten erheblich höher aus. Im Vergleich zu Dithmarschen liegen sie in den drei teuersten Kreisen Stormarn (33 Prozent), Pinneberg (31 Prozent) und Segeberg (27 Prozent) deutlich höher. Diese drei Kreise grenzen allesamt an die Millionenstadt Hamburg, wo Wohnraum seit Jahren besonders knapp ist.

Erst dahinter folgen im oberen Mittelfeld die beiden einzigen Großstädte im Norden, Lübeck und Kiel. In der unteren Hälfte rangieren als vergleichsweise günstige Gegenden neben Dithmarschen die Kreise Steinburg, Schleswig-Flensburg, Nordfriesland sowie Rendsburg-Eckernförde und die Städte Neumünster und Flensburg.


Hamburg im Norden mit Abstand an der Spitze

Hamburg ist in puncto Lebenshaltungskosten im nördlichen Deutschland mit großem Abstand am teuersten. Bundesweit liegt die Hansestadt auf Platz sieben der teuersten Wohnregionen, umgeben von lauter Städten und Kreisen, die zumeist ganz im Süden der Republik liegen. Ausschlaggebend sind dafür vor allem die Wohnkosten.

Verglichen mit dem bundesweiten Durchschnitt liegen demnach die Lebenshaltungskosten in Hamburg 11,5 Prozent höher, allerdings noch fast elf Prozent unter der teuersten Metropole München. Wer im Norden ein günstigeres Pflaster sucht, könnte im Hamburger Umland fündig werden, wo es zum Teil allerdings auch noch deutlich teurer ist als im deutschen Schnitt. 

An der Spitze liegen im „Speckgürtel“ der Hansestadt die Kreise Stormarn und Pinneberg in Schleswig-Holstein: 4,3 beziehungsweise 4,0 Prozent teurer ist das Leben dort im Vergleich zum bundesweiten Schnitt. Vergleichsweise günstig ist es südlich der Elbe in den niedersächsischen Landkreisen Harburg und vor allem Stade – sowie östlich der Hansestadt im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Rechnet man das Wohnen heraus, ist der Unterschied zwischen teurer und günstiger mit einer Spanne von weniger als zwei Prozent fast nicht mehr vorhanden. Im Gegenzug fällt die Spreizung bei den Wohnkosten erheblich höher aus. Im Vergleich zum bundesweiten Schnitt liegen sie in Hamburg 36,2 Prozent höher, in den drei teuersten Kreisen im Umland, Stormarn (13,4 Prozent), Pinneberg (11,8 Prozent) und Segeberg (8,8 Prozent), immerhin deutlich niedriger.